Projekte im Künstlerischen Profil

Häufig durften die 9. Klassen im KÜP-Unterricht einen Platz der Schule umgestalten. Nun waren wir dran und begannen verschiedenste Projekte zur Objektkunst. Dabei waren unsere Themen ´Nette Lehrer´, ´Demokratie in der Schule´, ´Freundschaft´, ´Exkursionen´, ´Kommunikation´ und ´Neue Projekte´. Jede Gruppe suchte sich einen Entwurf aus und schaute nach einem Platz, an dem sie ihre Idee umsetzen wollte. Wir begannen mit unseren Projekten in Klasse 9, doch im März 2020 machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung. Die Projekte mussten erstmal warten und Home Schooling war angesagt. In Klasse 10 arbeiteten wir an unseren Projekten weiter und die Restarbeiten wurden erledigt. Nun sind unsere Projekte fertig und alle sind mit den Endergebnissen zufrieden.

Spitzerbild: „Melodie der Farben“

Bei diesem Kunstwerk wurden viele verschiedene Spitzerreste gesammelt. Die Gruppe, die daran gearbeitet hat, überlegte sich den Namen „Melodie der Farben“. Dabei signalisieren die Spitzerreste die Schule und die daraus entstandenen Linien stehen für die Harmonie zwischen Lehrern und Schülern. Dabei war das  Oberthema „Nette Lehrer“, aber die Gruppe entschied sich, das Zusammenspiel zwischen Lehrern und Schülern zu verdeutlichen. Sie gingen durch die verschiedenen Klassen und sammelten fleißig Spitzerreste. Die vielen verschiedenen bunten Farben  stehen für die Abwechslung im Schulalltag und die Holzreste für den Alltag. Das ganze wurde dann in zwei Arbeitsschritten auf eine schwarz besprühte Leinwand geklebt. Die schwarze Farbe soll den Fokus auf den Schwung, die Abwechslung und die Harmonie legen. Die Zwischenräume der Leinwände stehen für die Freizeit, die es trotz Schule gibt. Dieses Projekt kann man im Treppenhaus sehen, wenn man zum Lehrerzimmer, Physikzimmer oder ins Sekretariat möchte.

Spielecke „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“

Dieses Projekt dient dem Zeitvertreib in den Pausen und zum Spaß haben mit Freunden. Ursprünglich sollte dieses Projekt ganz anders aussehen. Eigentlich sollten Drahtfiguren, die in einer bestimmten Formation stehen, das Endprodukt sein. Doch als sich bei der Umsetzung die Probleme häuften, wurde aus Drahtfiguren ein Spieltisch. Das Ziel war es, die Langeweile mit einem einfachen und bekannten Spiel zu „bekämpfen“. Die nächste Hürde war die Materialbeschaffung, denn im Gegensatz zu Pinseln, Papier und Farben gibt es Europaletten, Stoffe und Holzplatten nicht einfach so in der Schule. Nachdem dies geschafft war, kam Corona und wir konnten nicht weiterarbeiten. Ab September ging es mit dem Projekt weiter. Dann hieß es: zuerst alles so zusammenbauen, dass der Tisch auch wie ein Tisch aussieht. Parallel dazu wurden die Spielsteine und die Sitzhocker bemalt sowie die Sitzkissen genäht. Nachdem das geschafft war, wurde noch das Spielfeld angemalt und die Kissen zu Ende genäht. Dann war der Spieltisch auch schon fertig und die Langeweile war bekämpft. Zu sehen ist dieses Projekt vor der kleinen Cafeteria.

Holzfiguren:  „Bunte Schüler“

Die bunten Holzstämme mit dem Namen „Bunte Schüler“ zeigen fünf sehr bunte Schüler unterschiedlicher Größe und einen am Anzug zu erkennenden Lehrer. Die Farbenvielfalt und die unterschiedlichen Größen der Schüler stellen die unterschiedlichen Charaktere einer Klasse und einer Schule dar. Die einen sind groß, die anderen klein, einige mögen Sport und wieder andere zeichnen gern. Diese Eigenschaften sollen die Holzfiguren mithilfe der bunten Farben darstellen. Sowohl die Planung als auch die Umsetzung haben viel Zeit in Anspruch genommen, denn es musste zuerst die Rinde von allen Stämmen entfernt werden, ehe man sie bemalen konnte. Zum Schluss mussten die Baumstämme nur noch eingegraben werden. Sehen kann man die „bunten Schüler“ im Hinterhof gegenüber vom Aldi-Parkplatz.

Nagelbild: „In Staub zerfallene Freundschaft“

Dieses Kunstwerk zeigt eine Freundschaft, welche sich in viele kleine Teile auflöst. Die Nägel, welche den Staub symbolisieren, kommen irgendwann zu etwas Neuem zusammen und bilden eine neue Freundschaft.
Das ausgewählte Thema „Freundschaft“ setzte die Gruppe mit einem negativen Beispiel um. Der Arbeitsprozess gestaltete sich nicht weiter schwierig, bis auf das Einsetzen der Nägel. Denn die mussten alle mit dem fast gleichen Abstand in die Pappe eingesteckt werden. Den richtigen Standort zu finden erwies sich auch als schwierige Aufgabe, denn aufgrund des Gewichtes der Pappe konnte man diese nicht wie ursprünglich geplant aufhängen. Die vielen Nägel ließen es also nur zu, das Kunstwerk absturzsicher auf zwei Stelen aufzustellen. Auch das Nagelbild ist vor der kleinen Cafeteria zu sehen.
Nachtrag: Leider ist dieses Projekt aufgrund des Gewichts kaputt gegangen, deshalb ist es nur noch zu temporären Zwecken zu bestaunen.

Cafeteria-Wand: „KÜPfetti“

Dieses Projekt war mit Abstand das aufwändigste und am längsten dauernde Projekt von allen. Vorher waren an der Wand Obst und Gemüse zu sehen, weil dort die Essensausgabe war. Aber da die Cafeteria nicht mehr genutzt wurde, war die Idee, die Cafeteria zu einem KÜP-Raum umzugestalten. Da aber Obst und Gemüse nicht zu Theater passen, sollte es eine Theaterwand werden.
Die Planung hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Jeder der KÜP-Schüler sollte sich einbringen, daher haben alle ein Motiv für einen Kreis entworfen. Da aber viele dasselbe Motiv hatten, musste das ganze wiederholt werden. Später ging es an den Hintergrund der Wand. Dafür wurden Tapetenstreifen schwarz angemalt und mit bunten Farbkleksen verziert. Außerdem wurden auch aus Tapete kleine und große Kreise ausgeschnitten und mit den Motiven bemalt. Parallel dazu wurden die schwarzen Tapetenstreifen angebracht. Als das getan war, wurden noch die Kreise aufgeklebt.

Resümee:
Abschließend kann man sagen, dass solche Projekte viel Zeit in Anspruch nehmen und man viel Kreativität braucht. Man sollte auch mit Rückschlägen rechnen, damit klar kommen und trotzdem nicht den Mut verlieren und nicht aufgeben.

Felix Balder (10/2), Sophie Jaensch (10/4), Nadine Hiekel (10/4) und Lukas Mack (10/3)