Im Rahmen des Geschichtsunterrichts fanden in den letzten Wochen in den 10. Klassen Exkursionen zur Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein statt.

Dort wurde den Schüler/innen ein umfassender Einblick in die Geschichte des Umgangs mit körperlich und/oder geistig behinderten Menschen auf dem Pirnaer Sonnenstein gegeben – neben den Anfängen des Hauses und der Entstehung der Gedenkstätte waren Hauptschwerpunkte die nationalsozialistischen Verbrechen im Rahmen der Euthanasie-Aktion „T4“. Während der Führung durch das Gebäude wurde das Ausmaß dieser Gräueltaten deutlich. Stellvertretend für die unzähligen Opfer wurden Lebensläufe veranschaulicht und die Praxis der Vernichtung an Überresten der Gaskammer und des Krematoriums erläutert.

Nach der beklemmenden Führung setzten sich die Schüler/innen in Gruppen mit Spezialthemen (z.B. Einzelschicksale, Rolle der Täter, Rolle der Pirnaer Bevölkerung oder juristische Aufarbeitung) selbstständig auseinander und stellten die Ergebnisse abschließend vor.

Insgesamt war der Besuch der Gedenkstätte sehr lohnenswert, damit dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte in Pirna nicht in Vergessenheit gerät.

Stefan Blankenhagen

Klassen-/Geschichtslehrer 10/2